Allgemein
Smartphone-Apps einfach selbst erstellen
Auf der IFA 2010 stellt die Fraunhofer ESK den E-Composer vor: Mit dem Editor erstellt man mobile Applikationen ohne zu programmieren.
Text, Audio und Video werden mit einem Baukastensystem individuell
zu einer Anwendung zusammen gestellt.
Dabei können die vom Handy erfassten Sensordaten, z. B. der jeweilige
Standort, in die App einbezogen werden. Der E-Composer generiert die
eigene Applikation wahlweise in Flash oder HTML 5 und macht sie damit
automatisch für alle gängigen Smartphones kompatibel. Vom 03. bis
08.
September können sich die Besucher der IFA 2010 am Stand der Fraunhofer
ESK (Halle 8/Stand 6) von der Plattform überzeugen und ihre eigene App
komponieren.
Smartphone-Apps sind keine Spielerei, sondern ein großes Potenzial für
das mobile Marketing. Deshalb nutzen immer mehr Unternehmen die kleinen
Helfer, sei es um die Kundenbindung zu stärken oder neue Kunden zu
gewinnen. Die passende Applikation ist jedoch nicht immer verfügbar und
die Anstellung eines Programmierers ist kostspielig.
Mit dem E-Composer kann jeder seine eigene Applikation erstellen. Der
Nutzer muss lediglich wissen, welche Inhalte die Apps enthalten und wie
sie vermittelt werden sollen. Für die Inhalte – der E-Composer
verarbeitet die Formate Text und XML sowie Bild-, Audio- und
Video-Dateien – hat die Fraunhofer ESK Bausteine vorgefertigt. Der
Nutzer wählt die für seine Rich-Media-Applikation passenden Bausteine
aus und verknüpft diese miteinander. Dadurch bestimmt der Nutzer
selbst, wie seine App später aussehen wird. Die graphische
Benutzeroberfläche wird per Drag und Drop bedient und erlaubt so eine
einfache Modellierung der entstehenden mobilen App. Die Bausteine
können selbst weiterentwickelt und im Sinne des Web 2.0 anderen
Benutzern zur Verfügung gestellt werden. Einmal erstellt, sind sie für
weitere Applikationen wieder verwendbar. Auch in der Wahl des
Endgerätes bietet der E-Composer seinem Nutzer die größtmögliche
Freiheit. Der E-Composer generiert die selbst erstellte Applikation
wahlweise in Flash oder in HTML 5 und macht sie dadurch für alle
gängigen Smartphones - vom Nokia S60 bis hin zum iPhone -
kompatibel.
Apps passend für jede Situation
Die Ansprüche des Smartphone-Nutzers ändern sich genauso schnell wie
die Situation, in der er sich befindet. Deshalb ist es wichtig, dass
die auf dem Handy aufgerufenen Informationen in entsprechender Form
wiedergegeben werden. Sitzt der Nutzer zum Beispiel an der
Bushaltestelle, kann er einen Text lesen; läuft er durch einen Park,
benötigt er die Informationen als Audio-Datei. Der Nutzer des
E-Composers kann für diese unterschiedlichen Situationen alternative
Bausteine und Inhalte anbieten.
Bei der so erstellten App kann der Smartphone-User zwischen Text- und
Sprachwidergabe selbst auswählen oder das System erkennt,
beispielsweise durch das Anstecken eines Kopfhörers, automatisch die
gewünschte Präsentationsform.
Die Einsatzmöglichkeiten des E-Composers sind so zahlreich, wie die
Ideen der Nutzer: Angefangen von Broadcastern, die Smartphone-Nutzern
den Service bieten, z. B. Nachrichten als Text als Audio oder als Video
von ihrem Smartphone abzurufen, bis hin zu
Home-Entertainment-Herstellern, die ihren Kunden Bedienungsanleitungen
als App zum Download anbieten.
Prototypen erstellen, testen, verbessern
Nicht nur für Laien, auch für Profis ist der E-Composer das
geeignete Werkzeug zur App-Entwicklung. Softwaredesigner und
-architekten von komplexen mobilen Anwendungen können mit dem
Autorentool der Fraunhofer ESK schnell und einfach Prototypen erstellen
und die Benutzerfreundlichkeit bereits während der Entwicklungsphase
testen.
Der E-Composer bietet die Möglichkeit, während der Erstellung einer App
Schritt für Schritt vor- und rückwärts zu gehen. Dadurch erkennt der
Designer sofort, an welcher Stelle Verbesserungen nötig sind.
Hierzu können dann Bausteine ausgetauscht, hinzugefügt oder entfernt
werden. So bietet der E-Composer auch IT-Dienstleistern die
Möglichkeit, ihre Entwicklungen effizienter zu machen.
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft
