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Elektronische Dienste übers Internet sicher nutzen: Hasso-Plattner- Institut legt neues Grundlagenwerk vor
Potsdam/Bonn/Frankfurt. Im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) haben das Hasso-Plattner-Institut und das Beratungsunternehmen Bearing Point ein neues Sicherheitskompendium für Service-orientierte Architekturen vorgelegt. Das 371-seitige Werk löst die 2008 erarbeitete Fassung ab. Das im Umfang verfünffachte Kompendium gibt einen aktuellen Gesamtüberblick darüber, wie auch bei Datenverarbeitung, die über moderne Computernetze verteilt ist, in flexibel anpassbaren IT-Architekturen höchste Sicherheit gewährleistet werden kann. Auf der Internetseite des BSI ist das neue Nachschlagewerk jetzt kostenlos herunterzuladen.
"Institutionen und Unternehmen, die ihre komplexen Abläufe den sich
immer schneller ändernden Marktbedingungen anpassen und sie mit Hilfe
entsprechend flexibler IT-Systeme abbilden wollen, entscheiden sich
mehr und mehr für Service-orientierte Architekturen, kurz SOA genannt",
erläuterte Prof. Christoph Meinel, Direktor des Potsdamer
Hasso-Plattner-Instituts (HPI), die Ausgangslage. Diese seien aber vor
allem wegen der verteilten Aufgabenerfüllung und des
Nachrichtenaustausches zwischen den einzelnen Diensten spezifischen
Bedrohungen und Angriffen im Internet ausgesetzt, betonte Meinel. Der
HPI-Direktor leitet in Personalunion das Fachgebiet Internet-
Technologien und -Systeme.
Das jetzt veröffentliche umfangreiche Grundlagenwerk, das sich vor
allem an Projektleiter, IT-Verantwortliche, Software-Architekten und
-Entwickler richtet, führt in seinen sieben Kapiteln die verschiedenen
Risiken systematisch auf und nennt die entsprechenden
Gegenmaßnahmen.
Ausführlich werden in dem Nachschlagewerk die entwickelten Standards
und Spezifikationen beschrieben und Empfehlungen für ein ganzheitliches
Sicherheitsmanagement gegeben. Auch konkrete Anwendungsszenarien, zum
Beispiel im Online-Handel, sind aufgeführt.
Ein eigenes Kapitel stellt dar, wie Sicherheitsgesichtspunkte schon in
die Konzeption Service-orientierter Softwarearchitekturen einbezogen
werden sollten - etwa bei der Festlegung bestimmter Verfahren, bei der
Definition von Vertrauenswürdigkeit und bei der effizienten Verwaltung
von digitalen Identitäten auch über die Grenzen des eigenen
Computernetzwerk hinaus.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH (HPI) in
Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für IT-
Systems Engineering. Als einziges Universitäts-Institut in Deutschland
bietet es den Bachelor- und Master-Studiengang "IT-Systems Engineering"
an - eine praxisnahe und ingenieurwissenschaftlich orientierte
Alternative zum herkömmlichen Informatik-Studium, die von derzeit 450
Studenten genutzt wird. Insgesamt gut ein Dutzend Professoren und über
50 weitere Lehrende sind am HPI tätig. Es betreibt exzellente
universitäre Forschung - auch für erste Adressen der Wirtschaft. Vor
allem geht es um Grundlagen und Anwendungen für große, hoch komplexe
und vernetzte IT-Systeme.
Weitere Informationen finden Sie unter
www.hpi.uni-potsdam.de
Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik
https://www.bsi.bund.de/cae/servlet/contentblob/486838/publicationFile/44537/SOA-Security-Kompendium_pdf.pdf
Download des Sicherheitskompendiums für Service-orientierte
Architekturen
Quelle: Hasso-Plattner-Institut für
Softwaresystemtechnik (HPI)
