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Virtual Reality Labor eröffnet
Maschinenbau in einer neuen Dimension ist jetzt an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen möglich – dank des neuen Virtual Reality Labors. Am Montag, 7. Juni 2010, wurde die moderne Anlage offiziell eröffnet. Mithilfe der Virtual Reality Technologie können Maschinen, Anlagen oder Prozesse in einer virtuellen Umgebung simuliert werden.
Den Startknopf drückten Ministerialdirektor Klaus Tappeser vom
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg,
Rektor Professor Dr. Günter Rexer und Professor Dr. Nicolai Beisheim,
der Leiter des Labors im Studiengang Maschinenbau. Die Eröffnung fand
im Rahmen der Innovationstage Albstadt-Sigmaringen des Netzwerks
Forschung und Entwicklung der IHK Reutlingen statt. Rund 40 Gäste waren
dabei und staunten über die Möglichkeiten der Anlage. Spezielle Brillen
sorgten für eine dreidimensionale Sicht auf eine große Leinwand.
Professor Beisheim führte das interaktive Arbeiten am Beispiel eines
virtuellen Industrieroboters vor und zeigte verschiedene
Anwendungsmöglichkeiten.
Die Virtual Reality Software hat verschiedene Funktionen. Man kann
beispielsweise einen virtuellen Menschen als Avatar mit einer Maschine
agieren lassen und darstellen, welchen Belastungen er dabei ausgesetzt
ist. Bei anderen Anwendungen werden Konstruktionsergebnisse überprüft
und Kabellängen ermittelt oder der Austausch von Bauteilen wird
geprobt. "Die Industrie nutzt die Funktionen, um den Bau von Prototypen
zu vermeiden", erklärte Beisheim.
"Die Methoden bringen enorme Vorteile bei der Entwicklung komplexer
Produkte und Anlagen mit sich. Sie tragen in Unternehmen dazu bei, die
Entwicklungszeiten und damit auch die Kosten drastisch zu senken und so
die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern", sagte Rektor Rexer. "Für uns
als Hochschule ist es nur konsequent, auf diesem Feld einen Schwerpunkt
zu setzen."
Ministerialdirektor Tappeser beglückwünschte die Hochschule und
betonte, wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen der regionalen
Wirtschaft und der Hochschule besonders vor dem Hintergrund des
Strukturwandels sei. Außerdem lobte er, dass der Bereich Forschung
gefördert wird. Das Virtual Reality Labor in Albstadt ist bereits seit
Anfang des Semesters in Betrieb und wird unter anderem von
Maschinenbau-Studenten genutzt, die Abschlussarbeiten in Unternehmen
schreiben. Außerdem sollen Forschungsprojekte in Kooperation mit
Unternehmen durchgeführt werden.
Die Präsentationsfläche für die visuelle Darstellung ist 3,60 Meter mal
2,25 Meter groß und hat eine höhere Auflösung als moderne Full HD-
Fernseher. Bis zu 40 Personen können gleichzeitig an einer Präsentation
teilnehmen. Zusätzlich stehen im Labor, in das bislang knapp 190.000
Euro geflossen sind, acht Arbeitsplätze mit Hochleistungsrechnern für
die Studenten zur Verfügung.
Quelle: Hochschule Albstadt-Sigmaringen
