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Neue Laserbearbeitungsanlagen am Fraunhofer IPT: Präzise Strukturen und Verschleißschutz für Werkzeuge und BauteileNeue Laserbearbeitungsanlagen am Fraunhofer IPT: Präzise Strukturen und Verschleißschutz für Werkzeuge und Bauteile
Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT stellt während des 10. Internationalen Kolloquiums »Werkzeugbau mit Zukunft« seine zwei neuen Anlagen zur Oberflächenfunktionalisierung mit dem Laser vor: Die beiden 5 -Achs-Bearbeitungszentren vom Typ »Alzmetall Laser LOB« und »Kern Evo Laser« setzt das Fraunhofer IPT in aktuellen Forschungs- und Industrieprojekten zur Entwicklung von Laserprozessen, unter anderem für den Werkzeugbau, ein. Von besonderer Bedeutung ist bei beiden Anlagen die direkte CAM-Anbindung durch eigens entwickelte CAx-Module. Diese gewährleisten durchgängige, integrierte Prozessketten zur Bearbeitung selbst äußerst komplexer Geometrien.
Oberflächenschutz gegen Verschleiß und Korrosion
Anhand der neuen Alzmetall-Anlage, die ab Ende August in Betrieb
genommen wird, untersucht das Fraunhofer IPT neue Prozesse zur
Laseroberflächenbehandlung für den Verschleiß- oder Korrosionsschutz:
Mit dem Laser lassen sich die Randschichten komplexer, frei geformter
Werkzeuge oder Bauteile flexibel und lokal mit Hartstoffpartikeln
anreichern oder härten. Das verbessert die Haltbarkeit und
gewährleistet deutlich längere Werkzeugstandzeiten. Auszahlen kann sich
diese Art der Oberflächenbehandlung für alle Anwendungen, in denen
starker Verschleiß die Haltbarkeit einzelner Komponenten
beeinträchtigt, also vor allem im
Werkzeug- und Formenbau, aber auch bei Maschinenelementen, Pumpen oder
Offshore-Bauteilen.
Mikrostrukturen hochgenau abtragen
Bereits seit Ende Mai 2010 setzt das Fraunhofer IPT das
Präzisionsbearbeitungszentrum »Kern Evo« mit Laserintegration zum
5-achsigen hochgenauen Abtragen mit dem Ultrakurzpulslaser ein. Damit
lassen sich äußerst präzise Mikrostrukturen auch in komplex geformte,
dreidimensionale Oberflächen einbringen. Der eingebaute
Pikosekundenlaser verbessert die Genauigkeit der strukturierten
Oberflächen noch einmal deutlich gegenüber herkömmlichen Laseranlagen.
Von besonderem Nutzen ist diese Technologie für den Werkzeug- und
Formenbau, zur flexiblen Herstellung von Designoberflächen, für
tribologische Anwendungen aber auch für biomedizinische Produkte und
andere Komponenten, bei denen es auf flexible und besonders präzise
Oberflächenstrukturen ankommt.
Enge Zusammenarbeit mit Maschinenherstellern und Anwendern
Die beiden Laseranlagen wurden von den Herstellern gemeinsam mit dem
Fraunhofer IPT entwickelt und aufgebaut. Nun steht die neue
Anlagentechnik auch Industriepartnern des Instituts für
Machbarkeitsstudien und Entwicklungsprojekte zur Verfügung. Sie können
damit auf das Anwendungs- und Prozess-Know-how des Fraunhofer IPT
zurückgreifen, um gezielt die Standzeiten ihrer Werkzeuge zu erhöhen
oder die Funktion von Bauteilen zu verbessern. Interessierte
Unternehmen können sich während des Kolloquiums »Werkzeugbau mit
Zukunft« vom 28. bis 29. September 2010 in Aachen ein erstes Bild von
der Leistungsfähigkeit der Maschinen und vom Potenzial der eingesetzten
Verfahren machen.
Aktuelle Projekte, in denen bereits mit den beiden neuen Anlagen
gearbeitet wird, sind beispielsweise das EU-Projekt »CURARE«
(Förderkennzeichen: 222317), der RWTH-Exzellenzcluster »Integrative
Produktionstechnik für Hochlohnländer« oder das BMWi-geförderte
InnoNet- Projekt »QualiStruk3D« (Förderkennzeichen: IN7519).
Kontakt
Dipl.-Ing. Kristian Arntz
Fraunhofer-Institut für
Produktionstechnologie IPT
Steinbachstr. 17
52074 Aachen
Telefon +49 241 8904-121
Fax +49 241 8904-6121
kristian.arntz@ipt.fraunhofer.de
www.ipt.fraunhofer.de
Quelle: Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
