Allgemein
Neuartige Anwendung von Wischmopps ermöglicht Reduzierung von Kosten und Aufwand
Aktuelle Ergebnisse aus Untersuchungen an den Hohenstein Instituten in Bönnigheim (IGF- Nr. 15138 N) in Zusammenarbeit mit dem ITV Denkendorf ermöglichen eine neuartige Reinigungs- und Desinfektionsqualität von Breitwischbezügen, die von Betrieben im Klinik- und Pflegebereich genutzt werden. Durch Erkenntnisse bezüglich Lagerfähigkeit und Wiederaufbereitung von Wischmopps sowie effizienter Reinigung und Desinfektion können darauf aufbauend Kosten und Aufwand im Hygienebereich gesenkt werden.
Die Anforderungen an Breitwischbezüge sind hoch. Sie sollen nicht
nur eine optimale Entfernung von Verunreinigungen sowie eine
ausreichende Keim-Inaktivierung ohne Schaden für die Oberflächen, die
Gesundheit und die Umwelt sicherstellen, sondern auch durch
Wiederaufbereitung wirtschaftlich vielfach einzusetzen sein. Für eine
effiziente Reinigung und Desinfektion von Böden im Gesundheitswesen
sollten gewaschene, getrocknete, mit Reinigungs- und
Desinfektionsmittel präparierte und verpackte Breitwischbezüge
lagerfähig zur Verfügung gestellt werden. Auf diese Weise könnten
sowohl die Kosten und der Aufwand für die Gebäudereiniger reduziert,
als auch die Prozesssicherheit gewährleistet werden.
Vor diesem Hintergrund wurden im Forschungsprojekt vom ITV Denkendorf
optimierte Faser- und Bezugskonstruktionen entwickelt, die mehr Wasser
aufnehmen und die Wirkstoffadhäsion vergleichmäßigen und
reduzieren.
Damit können nun 30 Quadratmeter große Räume durchgehend gereinigt und
desinfiziert werden, ohne Pfützen- oder Trockenstellenbildung.
Untersuchungen an den Hohenstein Instituten zeigten, dass sich die
entwickelten Bezüge mindestens 200 Mal unter Funktionserhalt gewerblich
wiederaufbereiten lassen. Außerdem wurde gezeigt, dass die Leistung von
den zur Ausrüstung der Wischbezüge verwendeten Desinfektionsreinigern
auch nach Lagerung über sieben Tage anhält. Die antimikrobielle Wirkung
von Desinfektionsmitteln wird also von längeren Lagerungszeiten bis zu
7 Tage nachweislich nicht nennenswert beeinflusst.
Des Weiteren kann die Bewertung der Adhäsion von
Desinfektionswirkstoffen zukünftig genutzt werden, um zusätzliche neue
Produkte mit weiter optimiertem Faseradhäsionsverhalten zu
entwickeln.
Verfahren zur Präparation der Bezüge in gewerblichen
Textilserviceunternehmen lassen sich den jeweiligen örtlichen
Gegebenheiten anpassen und sichern den Aufbereitungserfolg des neuen
textilen Hygieneprodukts.
Besonders hilfreich sind integrierte Wägesysteme in
Waschschleudermaschinen, die das Einstellen definierter Restfeuchten
über die Steuerung des Schleudervorgangs erlauben.
Auch sind bereits etablierte Verpackungssysteme vorhanden, die
hinsichtlich der Lagerbeständigkeit der präparierten Bezüge und der
Umweltverträglichkeit des Verpackungsmaterials für diese neue Anwendung
geeignet sind.
Kontakt:
Projektleiter Markus Beeh
m.beeh@hohenstein.de
Wir danken der Forschungsvereinigung Forschungskuratorium Textil e.V.,
Reinhardtstraße 12 - 14, 10117 Berlin für die finanzielle Förderung des
IGF-Vorhabens 15138 N, die über die AiF im Rahmen des Programms zur
Förderung der industriellen Gemeinschaftsforschung und -entwicklung
(IGF) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie aufgrund
eines Beschlusses des Deutschen Bundestages erfolgte.
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.hohenstein.de/content/content1.asp?hohenstein=33-162-0-742-0-0
http://www.hohenstein.de
Quelle: Hohenstein Institute
