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MHH-Forscher können aus Nabelschnurblut Stammzellen herstellen, die nahezu unbegrenzt vermehrbar sind
Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, aus Zellen des menschlichen Nabelschnurblutes so genannte induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) herzustellen. Diese können sich - wie embryonale Stammzellen - zu allen Zellen des Körpers weiterentwickeln. Somit sind sie Hoffnungsträger für Therapien zahlreicher Krankheiten.
Bereits im Jahre 2007 gelang es japanischen Forschern, aus
menschlichen Zellen von Erwachsenen iPS-Zellen herzustellen. Diese
Zellen sind im Hinblick auf ihr Vermehrungspotential und ihre
Fähigkeit, sich in unterschiedlichste Zelltypen zu entwickeln, den so
genannten embryonalen Stammzellen (ES-Zellen) vergleichbar. Im
Gegensatz zu den aus Embryonen gewonnenen ES-Zellen sind sie jedoch
ethisch unbedenklich. Zudem würden sie bei einer therapeutischen
Anwendung nicht vom Körper des Patienten abgestoßen werden, insofern es
sich um seine eigenen Zellen handelt.
"Wir gehen davon aus, dass sich die iPS-Zellen zur Therapie von
Herzkreislauferkrankungen, besonders dem Herzinfarkt und zur
Herstellung von Ersatzgewebe, beispielsweise in der Orthopädie, eignen
werden", sagt REBIRTH-Sprecher Professor Dr. Axel Haverich.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Professor Dr. Ulrich Martin,
Telefon (0511) 532-8821.
Quelle: idw


