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Nordwest-Verbund Meeresforschung gegründet
Am Mittwoch, den 19. Dezember, gründeten hochrangige Vertreter aus neun bremischen und niedersächsischen Forschungseinrichtungen im Bremer MARUM den "Nordwest-Verbund Meeresforschung".
Ziel ist es, die Meeresforschungseinrichtungen der Region
langfristig besser als bislang miteinander zu
verzahnen. Gleichzeitig versteht sich der Verbund als kompetenter
Ansprechpartner der Meereswissenschaften auf politischer Ebene. Als
ersten konkreten Schritt wollen die Partner ein Kompetenzzentrum
Nordsee einrichten. Es wird sich mit dem globalen Wandel und dessen
bereits heute absehbaren Folgen im Nordseeraum befassen.
"Mit dem neuen Netzwerk haben wir die Meeresforschungsinstitute an den
Universitäten Oldenburg und Bremen sowie den außeruniversitären
Einrichtungen in Wilhelmshaven, Bremerhaven und Bremen in einem Boot",
sagt Prof. Michael Schulz, der zum Vorsitzenden des Verbunds gewählt
wurde. "Damit bietet dieser regionale Verbund eine fachliche Kompetenz
und inhaltliche Breite, die bundesweit einzigartig ist und in Europa
eine Spitzenposition einnimmt." Insgesamt bieten die beteiligten
Einrichtungen rund 1.500 Arbeitsplätze im Bereich Meeres- und
Klimaforschung.
Wegen dringenden Forschungsbedarfs wollen die neun Partner in einem
ersten Schritt ein Kompetenzzentrum Nordsee einrichten. Schließlich
siedeln im Küstenraum zwischen Elbe und Ems etwa zwei Millionen
Menschen, die von vermehrt auftretenden und stärkeren Sturmfluten sowie
dem steigenden Meeresspiegel als Folge des globalen Wandels besonders
betroffen sind. Nach neuesten Berechnungen könnten die
Sturmwasserstände an der deutschen Nordseeküste bis zum Jahr 2100 um
bis zu 80 Zentimeter ansteigen. "Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund
sieht sich der Verbund in beratender Funktion als Gesprächspartner der
Politik", sagt Prof. Gerold Wefer vom MARUM, der den neuen
Forschungsverbund maßgeblich mit aus der Taufe gehoben hat . "Auf der
Basis unserer Forschungsergebnisse wollen wir den Verantwortlichen
aktuelles und zukunftweisendes Know-how an die Hand geben."
Getreu dem Motto Mehrwert durch Kooperation setzen die
Meereswissenschaftler im Nordwesten auf Synergieeffekte. Sie wollen
Forschungsvorhaben gemeinsam planen und durchführen sowie modernste
Meeresforschungstechnologien abgestimmt nutzen und
weiterentwickeln.
Dabei wollen die Meeresforscher insbesondere auch Transferprojekte mit
der Wirtschaft anstoßen.
Am Verbund sind folgende Einrichtungen beteiligt:
In Bremen: Universität, Jacobs University, Max-Planck-Institut für
Marine Mikrobiologie, Zentrum für Marine Tropenökologie;
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung, Hochschule
Bremerhaven, Deutsches Schiffahrtsmuseum
In Niedersachsen: Universität Oldenburg; Senckenberg Institut
Wilhelmshaven.
Weitere Informationen/Interviews/Fotomaterial:
MARUM_Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität
Bremen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Albert Gerdes
Tel. 0421 - 218-65540
Email: agerdes@marum.de


