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Deutschland in 2007: Wirtschaftswachstum rauf, Energieverbrauch runter
Deutschland geht den Weg zu einer modernen, effizienten und nachhaltigen Energieversorgung konsequent weiter
Mit 13.842 Petajoule ist der Energieverbrauch in Deutschland in
diesem Jahr auf das niedrigste Niveau seit der Wiedervereinigung
abgesunken. Gegenüber dem Vorjahr beträgt der Rückgang 5,0%, gegenüber
1990 beträgt er 7,1%. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hat die
aktuellen Zahlen am 20. Dezember 2007 vorgelegt.
Hierzu der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos:
"Trotz eines robusten Wirtschaftswachstums ist der Energieverbrauch
unseres Landes in diesem Jahr drastisch gesunken. Dabei hat uns zwar
der warme Winter geholfen. Die Entwicklung zeigt aber auch, dass die
Politik für Energieeffizienz greift. Haushalte wie Unternehmen setzen
Energie immer sparsamer ein. Diesen Trend wollen wir fortsetzen und
verstärken. Dadurch wird Deutschland unabhängiger von Öl- und
Gasimporten. Gleichzeitig dämpft die geringere Nachfrage die
Energiekostenbelastung. Mein Ziel ist es, trotz steigender
Energiekosten durch Energieeffizienz die Gesamtbelastung für
Unternehmen und Verbraucher konstant zu halten."
Dringend erforderlich dafür ist allerdings der fortschreitende Ersatz
von ineffizienten Kraftwerken insbesondere in der Kohle sowie der
weitere Ausbau der Energienetze.
Bei einem Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,4 % gegenüber dem
Vorjahr hat sich der spezifische Primärenergieverbrauch 2007
(unbereinigt, d.h. ohne Berücksichtigung der Temperatureinflüsse) um
rd. 7,5 % verbessert. Nach Bereinigung der Witterungseffekte ergibt
sich immer noch eine Verbesserung um rd. 6%. Seit 1990 hat sich damit
der spezifische Energieverbrauch (unbereinigt) um rd. 2% p.a.
verringert. Das vom Bundeskabinett am 5. Dezember beschlossene Energie-
und Klimaprogramm zielt nicht zuletzt darauf, den Energieverbrauch in
den kommenden Jahren weiter zu verringern. So wird die
Energieversorgung in Deutschland zukunftssicher. Dies ist auch aus
Gründen des Klimaschutzes dringend notwendig.
Die Entwicklung wurde beeinflusst durch statistische Sonderfaktoren wie
die außergewöhnlich warme Witterung zu Jahresbeginn, die im Vergleich
zum extrem kalten ersten Quartal des Vorjahres insbesondere die
Nachfrage nach Heizenergie einbrechen ließ (z.B. Heizöl -36%). Aber
auch der weitgehend temperaturunabhängige Kraftstoffbedarf ging in
diesem Jahr zurück. Zweifellos hat sich der Trend zur Energieeinsparung
- auch beeinflusst durch steigende Energiepreise - in vielen Bereichen
verstärkt.
Die Sensibilisierung der Verbraucher durch gestiegene Energiepreise
spiegelt sich auch im Erfolg der angebotenen Energieeinsparprogramme
wider. Neben Rekordzahlen des CO2-Gebäudesanierungsprogramms wurden
insbesondere die vom BMWi geförderten Beratungsprogramme stark
nachgefragt. So wurde die unabhängige Energieberatung in den
Verbraucherzentralen im Jahr 2006 in 75.000 Fällen in Anspruch
genommen. Ein ähnliches Bild zeigt die Vor-Ort-Energieberatung. Hier
wurden staatliche Zuschüsse für 20.000 Beratungen beantragt.
Mit dem rückläufigen Energieverbrauch sind auch die energiebedingten
CO2-Emissionen deutlich gesunken. Nach ersten Abschätzungen des BMWi
dürften sie 2007 gegenüber dem Vorjahr um 3,6% gesunken sein; gegenüber
1990 beträgt der Rückgang rd. 19,3%. Damit ist Deutschland auf gutem
Weg, seine Kyoto-Verpflichtung (Reduktion um 21% bis 2012) zu
erfüllen.
Nähere Informationen mit Tabellen und Graphen finden Sie in
Kürze unter:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/energiestatistiken.html
