Allgemein
Innovation von Kotte reduziert Kohlendioxid deutlich
Landtechnikproduzent stellt neue Technik zur Unterfußdüngung von Mais mit flüssigem Wirtschaftsdünger vor
v.l.: Michael Fellhölter, Firmenkundenbetreuer der OLB AG, Dr. Stefan Kotte, Geschäftsführer der Kotte Landtechnik GmbH & Co. KG, und Peter Schulz, Leiter Vertriebsgebiet Firmenkunden der OLB AG
Zukunft im Klimawandel – dieses zentrale Thema des 6.
Weser-Ems-Gesprächs der OLB-Stiftung am 25. Februar soll an konkreten
Beispielen der Agrar- und Ernährungswirtschaft deutlich gemacht werden.
Peter Schulz und Michael Fellhölter, Firmenkundenbetreuer der
Oldenburgische Landesbank AG, erläuterten das gemeinsam mit Dr. Stefan
Kotte, Geschäftsführer der Kotte Landtechnik GmbH & Co. KG, an
einer zukunftsweisenden Technik des Landtechnikherstellers.
Der Innovationsgehalt liegt in der deutlich umweltgerechteren und effizienteren Ausbringung von Flüssigmist beziehungsweise Biogassubstrat durch direkte Einbringung in den Boden. Außerdem ermöglicht die Maschine die Unterfußdüngung beim Mais. Dadurch werden die vorhandenen Nährstoffe besser ausgenutzt, signifikant Kohlendioxid eingespart und die Umweltgüter Luft und Wasser im Sinne der AGENDA 21 geschont.
Neben den aus der Tierhaltung oder durch Biogasanlagen entstehenden Kuppelprodukten Flüssigmist oder Biogassubstrat wird für die hauptsächlich verwendete Futter- beziehungsweise Energiepflanze Mais bei der Aussaat zusätzlich Kunstdünger eingesetzt (Unterfußdüngung). Diese zusätzliche Zufuhr von Dünger ist notwendig, da der vorhandene Flüssigmist oder das Biogassubstrat bislang nicht oder nicht umfassend bei der Maissaat genutzt werden konnte. Durch das innovative Verfahren mit der so genannten neuen Technik „PreMaister“ zur Unterfußdüngung von Mais ist der Wirkungsgrad des Düngers deutlich höher.
Erzielt wird sowohl eine ökologische als auch ökonomische Effizienzsteigerung bei der Verwertung von flüssigem Wirtschaftsdünger. „Durch den Ersatz von Kunstdünger durch Flüssigmist oder Biogassubstrat kann nun weitgehend auf den Zukauf von Kunstdünger verzichtet werden“, so Dr. Stefan Kotte. Das bedeute auch, „dass ein geringerer Anteil des Nährstoffüberschusses durch Transporte herangeschafft werden muss, sodass auch hierdurch weniger Kohlendioxid freigesetzt wird“.
Mit der neuen Technik soll zudem eine Minderung der problematischen Einträge von Flüssigmistdünger in das Grundwasser erreicht werden, da dieser frühzeitig im Boden umgesetzt wird und somit das knappe Gut Wasser geschützt werden kann.
Nicht zuletzt wird die innovative Technik zur Unterfußdüngung von Mais im Rahmen von Transportketten zum Einsatz kommen: Der Flüssigmisttankwagen bleibt auf dem Acker und fungiert dort einzig und allein als Ausbringfahrzeug. Effiziente Transporteinheiten bedienen dann das Fahrzeug auf dem Acker. Durch den Einsatz dieser Transportketten können hohe Kohlendioxid-Einsparungen erreicht werden. Denn der Treibstoffverbrauch von LKW-Zugmaschinen ist deutlich niedriger als der von herkömmlichen landwirtschaftlichen Zugmaschinen.
Die Kunstdüngereinsparung macht sich auch im Geldbeutel bemerkbar: Überschlägig konnte bei Gesprächen mit Praktikern eine Ersparnis von 30-50 Euro pro Hektar ermittelt werden. Bei den zu erwartenden Preissteigerungen beim Kunstdünger dürfte das Einsparpotenzial in Zukunft noch steigen.
Da der Maisertrag noch steigerbar ist und der Kohlendioxid-Düngungseffekt für den Mais eine nicht zu unterschätzende Rolle spielt, kann mit Hilfe der Kotte-Innovation in Zeiten des Klimawandels auch eine spürbare Erhöhung der Ernte erzielt werden.
Source: NieKE
Region: Northern Lowlands



